Polarbär jagt Robbe auf arktischem Packeis des Pleistozäns
Eiszeiten — 2.6 — 0.01 Ma

Polarbär jagt Robbe auf arktischem Packeis des Pleistozäns

Auf zerbrochenem arktischem Packeis der späten Pleistozän-Kaltzeit, vor etwa 126.000–11.700 Jahren, schleicht ein ausgewachsenes Männchen des Eisbären (*Ursus maritimus*) lautlos auf eine Ringelrobbe (*Pusa hispida*) an einem schneegeränderten Atemloch zu. Zu sehen sind aufgewölbte Druckrücken, stahlblaues Wasser in einer offenen Rinne und verwehter Schnee im flachen goldenen Polarlicht – ein Jagdmoment, wie er sich entlang der Eisränder der pleistozänen Arktis täglich abgespielt haben könnte. Solche Räuber-Beute-Beziehungen zeigen, wie eng das Leben der Eiszeit an das Meereis gebunden war: Ringelrobben nutzten Atemlöcher im dicken Saisonaleis, während Eisbären ihre Anatomie und ihr Verhalten perfekt auf die Jagd in dieser gefrorenen Welt abgestimmt hatten.

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