Grönlandwale bei der Nahrungssuche am arktischen Packeisrand
Eiszeiten — 2.6 — 0.01 Ma

Grönlandwale bei der Nahrungssuche am arktischen Packeisrand

Am Rand der eiszeitlichen Mammutsteppe tauchen mehrere Grönlandwale, Balaena mysticetus, aus stahlblauem Schelfwasser neben festliegendem Meereis auf; ihre 14–18 Meter langen, tiefschwarzen Rücken und dampfenden Blaswolken heben sich eindrucksvoll gegen den blassen Polarhimmel ab. Unter der Oberfläche verdichten sich gewaltige Schwärme von Calanus-Ruderfußkrebsen und Thysanoessa-Krill – winzige Krebstiere, von denen diese riesigen Bartenwale durch Skim-Feeding leben. Die Szene spielt im späten Pleistozän vor etwa 126.000 bis 11.700 Jahren, als kalte, nährstoffreiche Arktisschelfe an die trockenen, lössreichen Periglaziallandschaften der Megafauna-Steppe grenzten. Sie zeigt, wie selbst in der Welt von Mammuts und Wollnashörnern das Leben der größten Tiere von kaum sichtbarem Plankton abhing.

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